Neuer Blog

Liebe Schlotzerinnen und Klober,

dieser Blog ist ein Relikt, ein großer Alter, der nur noch schläft und träumt, aber nichts mehr macht. Sieh dich ruhig um, es gibt immer noch einige nette ältere Sachen zu entdecken.

Wir tummeln uns allerdings seit Juli 2010 hier.

Nimm das, Sommer!

Schlotzen&Kloben trotzten gestern den Temperaturen und zogen eine kleine, um so erlesenere und von weither angereiste ZuhörerInnenschar in die saunische Tristeza. Bei Betriebstemperaturen von bis zu gefühlten 38 Grad Celsius ließ Weinert schwüle Jugenderinnerungen kühlem Nass entsteigen, Nicolaisen zersetzte Geisterhäuser und junge Ehepaare zu Pilzkolonien und Schmidt watete im Schlangeneichenwald durch Bäche dampfenden Koboldbluts! In der zweiten Hälfte kühlten sich die Gemüter, Socken wurden zwar verloren, aber auch wiedergefunden, der Traum vom Reisen endete im Verdauungstrakt eines amorphen Gottes, und schließlich erfuhren wir mehr aus den Polizeiakten über die ursächlich außerirdischen gewalttätigen Ausschreitungen am 2. Juli 2010 in Neukölln.

Am 1.7. den Sommer bekämpfen! S&K lesen live.

Am Donnerstag, d. 1.7. enthüllt Schlotzen&Kloben die hässliche Fratze des Sommers! Mit Geschichten gegen die Hitze und den Freibadterror, gegen Reaggae, und WM und Grillen im Park zum Trotz. Was bringt die „überflüssige Jahreszeit“ (Zitat Nicolaisen) denn schon? Wenn man der vorläufigen Textauswahl glauben darf: Fäulnis in Spukhäusern, schwarze Seen, Rollstuhlverleihe, verlorene Socken skandinavischer Großschriftsteller, Dungeoncrawls wo alle SCHON DRIN sind und den Ritter Wenzeslaus mit dem speziellen Feentouch. Doch GOtt allein weiß, was die Hitze bis dahin noch weggeschmolzen haben bzw. dann doch wieder draufgeballert haben wird. Wie die vier Fäuste der Reiter der Apocalypso. Like ice in the sunshine. In diesem Sinne: Schlotzen & Kloben lesen live in voller Besetzung. Diesen Donnerstag, 1.7. 20 Uhr, pünktliches Erscheinen wird angemahnt, damit das nicht völlig einreißt mit dem Zuspätkommen. Bunte Drinks werden toleriert, spärliche Kleidung gern gesehen. Für Erstkommer: Pannierstr.5, Nähe U-Bahn Herrmannplatz. Eintritt frei. Noch.

In Schwarzen Rissen links gelesen

Die Linken Buchtage in Stichworten: Samstag, Mehringhöfe, Schwarze Risse, große Konkurrenz durch CSD – Volksbühnentagung – 48StundenNeukölln – Bergmannstraßenfest – Fußball, S&K triumphiert mit sicher 10 Zuhörenden, entspannt routiniertes Abliefern, glänzende Geschichten, glänzende Gesichter, Zugabenwünsche, Weinert in absentia, Weinert müsste schießen, Weinert schießt, Tote! Tote! Tote!

Vielen Dank an die Schwarzen Risse und bis nächstes Jahr bzw. bis Donnerstag, 1.7., wo erneut im Tristeza gelesen wird. Dann mit Konkurrenz durch Sonne und erneut Fußballzombies, aber S&K wird sicher wieder triumphieren.

S&K auf den Linken Buchtagen

Wie schon im letzten Jahr werden 2/3 von Schlotzen&Kloben auch dieses Mal wieder auf den Linken Buchtagen lesen. Am 26.6. im Buchladen „Schwarze Risse“ in den Mehringhöfen – also da, wo die Buchtage sowieso stattfinden – lesen Schmidt und Nicolaisen ein fröhliches Best-Of des letzten Jahres. Eingeladen sind viele alte Bekannte: Bärenohrige Prinzessinnen, Urgeluffen, verliebte Zauberlehrlinge, Alraunenrechtlerinnen, homizidale Feen vom Mond und tiefe Wesen, die nie den Abwaschdienst machen. Weinert wollte inzwischen Hochzeit machen, wenn auch nicht die eigene. Die „Schwarzen Risse“ sind indes so klein, dass man die Herren anfassen kann. Was man indes im Tristeza auch könnte, allerdings tut es nie jemand. Ist vielleicht auch besser so.

Du trägst keine Zombies in dir

Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung: Novemberkälte plus Fronleichnahm, so hatten wir uns ausgrechnet, das gibt doch eine rappelvolle Zombiekiste. Stattdessen ein handverlesenes, aber dafür hochsympathisches Publikum. Sollte die harsche Aufforderung zur Pünktlichkeit letztes Mal den einen oder die andere abgehalten haben, überhaupt zu kommen? Nein, liebe Zuhörende, so war das nicht gemeint. Auch wenn ihr erst um zehn kommt, das ist uns lieber, als wenn ihr gar nicht kommt. Die Sonne scheint noch oft, aber S&K müssen irgendwann den Weg alles irdischen gehen – kometenhafter Aufstieg, Millionen auf dem Konto, Verlust der Bodenhaftung, Drogen-Burnout, Flirt mit dem Christentum, reifes Alterswerk. Von daher: Lieber jetzt noch dabei sein, wo man uns noch beim Bier danach sagen kann, dass der neue Heitz aber doch spannender ist.

Herr Schmidt bezauberte erneut mit zarten Liebesgeschichten – eine schöne Disziplin, die sich langsam zu seiner Schokoladenseite auszuwachsen scheint. Ritter mit Geist-Körper Dualismus bzw. auch Knappen-Jungfrauen-Dilemma sowie Zombies mit Hass auf Leute, die immer mit ihrem Stoffwechsel angeben müssen, feinsinnig gepaart mit politischen Fragen der Zeit. Was Herr Schmidt kann, kann halt nur Herr Schmidt! Warmer, gerührter Beifall und frohes Lachen war der Lohn.

Herr Weinert brillierte zunächst mit einigen Kapiteln aus dem famosen „Berbermädchen“. Nicht nur hatten endlich die drei Hamster ihren ersten Auftritt, auch der Strang um die internationalen Geheimdienstverwicklungen (isländische Vogelagenten an vorderster Front) kam hinter dem Rücken des Messias Karl-Heinz ins Rollen. Zu guter Letzt stellte der „Herr der Dinge“ (Bild am Sonntag) ganz nebenbei noch die opernhafte Lesemächtigkeit unter Beweis, die ihm so sagenhaft zu Gebote steht, als es an die Schimpfkanonade „Ende einer Karriere“ ging. Auch Herr Schmidt leistete Überdurchschnittliches als Verkörperung von Spam-Emails aus dem Märchenreich.

Nur Nicolaisen sorgte mit seinen Sexualneurosen und billigen Jelinekaden mal wieder für peinlich berührtes Schweigen und frostigen Höflichkeitsapplaus. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Löw keine andere Wahl mehr bleibt, als den glücklosen Libero auf den Posten des Bundespräsidenten abzuschieben.

Lesung am 3. Juni: Zombies! Zombies! Überall Zombies!

Am Donnerstag, den 3.6. wird es im Tristeza zombifiziös. Nicolaisen, Schmidt und Weinert schwanken in die frisch herausgeputzte Arena und schütteln vor dem Panoramafenster die müden Knochen, dass die Fetzen fliegen! Die „drei verschimmelten Tenöre der Fantastik“ (Cosmopolitan) haben wieder jede Menge Brains im Gepräck und schrecken auch vor Schrotflinten nicht zurück. Nach Weinerts Fehlen letztes Mal nun auch wieder mit untoten Chören und extraviel Arrrgh. Durch die vernagelten Fenster kann man ab 20 Uhr brechen; die Erfahrung zeigt allerdings, dass
die S&K-Leserschaft mit steifen Beinen und vorgereckten Armen sowieso ganz nach Belieben reinschneit, weil zwischendurch ja immer mal wieder Teile verloren gehen können.

Wie immer um 20 Uhr in der tristeza, Pannierstr. 5, Neukölln.
Schlotzen&Kloben lesen un-live und mit ordentlich Fleischhunger.

Herr Schmidt im Interview

Anlässlich seiner mehr als verdienten Nominierung zum diesjährigen Vincent-Preis für Horrorliteratur hat sich Herr Schmidt einem Interview unterzogen.

Wer noch nicht für ihn gestimmt hat, tue dies rasch; Voraussetzung ist die schnell zu erringende Mitgliedschaft im Horror-Forum. Sobald man dort registriert ist, kann man per Email an vincent (at) defms.de abstimmen, die Nominierungen finden sich hier.

Nächster Termin: 3. Juni in der Tristeza!

Diesmal schon frühzeitig: Der nächste Lesungstermin ist wie immer der erste Donnerstag des Monats, der 3. Juni, und findet wie immer in der tristeza statt! Das Programm steht noch in den bis dahin richtigzustellenden Sternen. Ftaghn!

Hoffmann und Schmidt im Hinterzimmer der Langen Buchnacht

Für alle, die es nicht mehr bis zum Lesungsfix im Stirnhirnhinterzimmer am kommenden Donnerstag aushalten: Bei der morgigen Langen Buchnacht in der Oranienstraße tragen Herr Schmidt und Markolf Hoffmann mehr und/oder weniger Lovecraftianisches vor. Dazu gibt es auch noch einen kleinen Vortrag aus anderweitig berufenem Munde.
Herr Schmidt wird zu diesem Anlass entweder treuen Kunden bereits bekannte unewöhnliche WG-Buch-Einträge vorlesen oder aber eine noch nahezu unbekannte, waschechte Gruselmonstergeschichte – das wird ganz spontan den Publikumsbedürfnissen angepasst.

Die ganze Tentakelei findet statt am 8. Mai, nicht pünktlich um 21 Uhr im Hinterzimmer der Galerie Knoth & Krüger, Oranienstraße 188.